EINLADUNG UND GRUSSWORTESehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, Wir hoffen, dass wir ein systemisches Tagungsprogramm zusammengestellt haben mit interessanten Vorträgen, die zur Diskussion anregen, mit praxisnahen Workshops, die den Praxisalltag bereichern, mit Möglichkeiten zum Austausch für Einzelmitglieder der DGSF, für systemisch interessierte KollegInnen und für die Institute der DGSF, die entscheidend zur Weiterentwicklung systemischen Denkens und Handelns beitragen und zu großen Teilen die Weiterbildung in systemischer Beratung und Therapie leisten. Wir wollen den Blick auf systemische Fragen des Wandels in Familien richten. Ostdeutsche Familien durchlebten in den letzten 15 Jahren in nahezu allen Lebensbereichen Ver- änderungen, erbrachten Anpassungsleistungen und stehen so prototypisch für Systeme in Veränderung. Der Einführungsvortrag wird sich damit unter dem Titel Ost-Familie trifft auf Westfamilientherapie auseinandersetzen. Die Tagung soll dazu dienen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen über Systeme in Veränderungen auszutauschen. Familien /Systeme begegnen systemischer Beratung, Therapie und systemischer Arbeit. Welche Art von systemischer Beratung/Therapie brauchen Familien? Wie nahe kommt die Entwicklung von Beratung /Therapie den Erfordernissen der Familien und der sie umge- benden Systeme. Daraus ergibt sich der zweite Schwerpunkt der Tagung: Veränderte Familien und Systeme erfordern eine entsprechende Entwicklung systemischer Beratung, Therapie und Supervision. Unser Institut blickt auf eine 15 jährige reichhaltige Geschichte
zurück. Im eigenen Semi- narhaus bilden wir in systemischer
Beratung und Therapie weiter. Seit 10 Jahren besteht die institutseigene
Beratungsstelle in Leipzig. Die TrainerInnen sind in eigenen Praxen,
Kliniken Seit 2000 pflegen wir eine Tradition von Tagungen. Drei Leipziger
Workshoptage fanden großes Interesse bei Praktikern vor allem
aus der Region und machten uns selbst viel Spaß. In diesem
Sinne setzen wir mit der Ausrichtung der DGSF-Jahrestagung die Tradition Westdeutsche FamilientherapeutInnen trafen Ende 1989 auf ostdeutsche psychotherapeutisch tätige KollegInnen. Es kam in den Folgejahren zum Neulernen systemischer Methoden, zur Integration ostdeutscher und westdeutscher Erfahrungen und zu gemeinsamer Weiterentwicklung syste- mischen Denken und Handelns. Wir wünschen, dass die Tagung auch einen Beitrag leisten kann zu deutsch-deutscher Annäherung, sowohl auf wissenschaftlicher Ebene als auch im praktischen Austausch und in kollegialer Begeg- nung. Unser Institut lebt in der Tradition der Integration von Ost und West, von verschie- denen psychotherapeutischen Herangehensweisen und Methoden, von der Zusammenar- beit verschiedener Berufsgruppen. Dieser Tradition wollen wir mit der Tagung in Leipzig lebendig folgen und neue Wege eröffnen. Wir freuen uns, Sie in Leipzig begrüßen zu können und wünschen Ihnen wissenschaftlich interessante, praktisch anregende, kollegialen Austausch fördernde und lustvolle Tage. Dipl.-Psych. Kathrin Löschner
Grusswort Sehr geehrte Damen und Herren! Sieben Tage hat die Woche - alltäglich aufregende Systeme
- das Motto der Tagung lässt ein interessantes und vielseitiges
Programm vermuten und weist schon im Titel auf die schweren und
schönen Herausforderungen hin, die man als Familienmitglied
täglich aufs neue zu meistern hat. Es geht um den Wandel der
Familien, um Veränderung. Die Tagung widmet sich damit einem
sehr wichtigen sozialpolitischem Thema unserer heutigen Gesellschaft
- und dies stets aus dem Blickwinkel sozialer Systeme. Leipzig ist als Tagungsort eine sehr gute Wahl, gibt es doch in unserer Stadt spätestens seit Mitte der 90er Jahre eine ständige Verbreiterung des systemischen Denkens in der Psychotherapie, aber auch in der Sozialarbeit. So ist der systemische Ansatz in der Fami- lienberatung oder beispielsweise die aufsuchende systemische Familientherapie als ambulante Erziehungshilfe in Leipzig nicht mehr wegzudenken. Der Veranstalter, das FAM.THERA.INSTITUT für Familientherapie und Systemische Beratung e.V., ist als Ausbilder und als Beratungsstelle in diesem Prozess ein zentraler Partner. Ich wünsche Ihnen eine fruchtbare Diskussion mit vielen Ideen und neuem Schwung für Ihre täglichen Aufgaben, sowie einen angenehmen Aufenthalt in Leipzig. Ich hoffe, dass Sie neben Ihrem anspruchsvollen Fachprogramm Gelegenheit haben werden, das histori- sche Stadtzentrum mit Thomaskirche und Nikolaikirche, mit dem Alten Rathaus und zahl- reichen Museen zu erkunden sowie das vielfältige kulturelle Leben und die sächsische Gemütlichkeit unserer Stadt kennen zu lernen. Ich bin sicher, Sie als Systemiker werden die Baustellen in der Innenstadt positiv bewerten und Leipzig als System in Veränderung verstehen. Viel Spaß beim Erkunden! Burkhard Jung
Grusswort Liebe Kolleginnen und Kollegen, Manchmal allerdings werden Lösungen gewählt, die Leid chronifizieren oder Leid erzeu- gen. Dann stellt sich die Frage, welche Methoden in der Systemischen Beratung und in der Systemischen Therapie am ehesten geeignet sind, zugleich unaufdringlich und wir- kungsvoll neue Lösungen anzuregen. Das heißt aber möglicherweise: Sind auch die syste- mischen Beraterinnen und Therapeutinnen zu phantastischen Anpassungsleistungen bereit und in der Lage? Müssen sie vielleicht ebenfalls von Zeit zu Zeit Abschied von Altem nehmen und Mut zu Neuem haben? Und können sie dabei nicht sehr viel von ihren Kun- den lernen? Insofern dürfte Leipzig ein guter Ort für die 6. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deut- schen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie sein. Und so würde ich mich freuen, Sie Ende September 2006 in Leipzig begrüßen zu dürfen. Ihr Wilhelm Rotthaus |
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