6. Wissenschaftliche Jahrestagung der DGSF
vom 27. - 30.09.2006 in Leipzig
FACHGRUPPEN UND FORSCHUNGSKOLLOQUIUM
Donnerstag, den 28.09.2006, 14.30-17.15 Uhr
D17: Systemische Sozialarbeit
Und bei uns war das so
Wirkungen Systemischer
Sozialarbeit aus der Sicht von Kunden und SozialarbeiterInnen
Ludger Kühling
Systemische Handlungskonzepte beschränken sich schon seit langem
nicht mehr auf den Kontext Beratung und Therapie, sie werden erfolgreich
im Kontext der Sozialen Arbeit angewandt. Inhalt des Workshops ist
ein programmatischer Überblick über die Möglichkeiten
alltagstauglicher Wirkungsforschung und ein gemeinsames Nachdenken
über die Effekte systemischer Arbeitsweisen aus der Sicht der
KooperationspartnerInnen. Systemisch orientierte SozialarbeiterInnen
und ihre Kunden, NutzerInnen, KlientInnen berichten aus Ihrer Perspektive
über den Nutzen systemischer Konzepte. 3 Kooperationspaare
aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern stellen ihre Zusammenarbeit
vor und erzählen, was sie als jeweils nützlich, hilfreich
oder auch problematisch empfanden.
D18: Aufsuchende Familientherapie
Dr. Angelika Golz
Schwerpunkte des Treffens sind: Die Diskussion und Verabschiedung
von weiterentwickelten Standards für die aufsuchende Familientherapie
· Eine Standpunktbildung der FG zu Fragen der Zertifizierung
dieses ambulanten Jugendhilfeangebotes · Berichte und Fragen
aus den einzelnen Regionalgruppen.
D19: Systemische Familienmediation (14.30-15.45 Uhr)
PD Dr. Joseph Rieforth
Es wird ein Erfahrungsaustausch sein, u.a. über
- Abgrenzung Supervision und Mediation
- neue rechtliche Situationen
- Mediation in den Arbeitsfeldern:
Familie, Trennung/Scheidung · Arbeit und Wirtschaft ·
Öffentlicher Bereich
Counseling mit systemischem Profil- Round-table-Gespräch
- (16.00-17.15)
Prof. Dr. Renate Zwicker-Pelzer
Zum Dachverband in Sachen Counseling haben sich 2004 ganze 29 Fachverbände
zusammengeschlossen. Grundlage und Plattform des gemeinsamen Bemühens
ist das „psycho-soziale Beratungsverständnis“.
Indes gewinnt Beratung als Counseling neben Therapie und Sozialer
Arbeit ein eigenes Profil. Innerhalb dieses Profilbildungsprozesses
zeigen sich verschiedene Level von Beratung und eher schulenorientierte
Favorisierungen. Andere finden schulenübergreifende Konzepte für
nachhaltige Beratung eher angesagt.
Durch neue Masterstudiengänge in den Hochschulen und Fachhochschulen
gewinnt die Beratungswissenschaft und Beratungstheoriebildung an
Anerkennung.
Wo ist nun der „systemische“ Platz? Ist die die systemische Orientierung
eher ein durchgängiges Prinzip der diversen Counseling-Weiterbildungen
und/oder lohnt es sich, „die“ systemische Counseling-Schule deutlicher
hervorzuheben und zu markieren?
GesprächsteilnehmerInnen: Prof. Dr. Heino Hollstein-Brinkmann, Evang.
Fachhochschule Darmstadt
Prof. Dr. Johannes Herwig-Lempp, Fachhochschule Merseburg
Marika Eidmann, PRAXIS-Institut Hanau
N.N., VertreterIn aus dem Vorstand der DGSF.
D20: Forschungskolloquium
Prof. Jochen Schweitzer-Rothers
Rahmenthema: "Praxisnahe Forschung - wie Praktiker und Forscher
erfolgreich zusammenfinden können". Geplant ist die Mitwirkung
von Jürgen Armbruster, Eia Asen, Michael Scholz (alle drei
angefragt) und Jochen Schweitzer. Das Kolloquium will Praktiker
durch anschauliche Berichte über gelungene Forschungskooperationen
zu ebensolchen ermutigen und strategisches (nicht: forschungsmethodisches)
Know-How für Untersuchungen in der eigenen Einrichtung ebenso
wie in multizentrischen Studien vermitteln.
Freitag, den 29.09.2006, 14.30-17.30 Uhr
F17: Systemische Kinder- und Jugendhilfe Offizielle Gründung
der Fachgruppe -
Einladung zum sit in
Michaela Herchenhan
Die Basisgruppe "Systemische Kinder und Jugendhilfe"
bietet Hocker, Stühle, Sessel und Sofas zum Platznehmen und freut
sich auf ein reges Interesse von Kolleg/innen, die in der Kinder-
und Jugendhilfe systemisch arbeiten. "Hier sitzen Sie richtig!"
Themen u.a.:
- Offizielle Gründung der Fachgruppe
- Informationen und Ergebnisse über die Pilotarbeit zur Gründung
dieser Fachgruppe
- Sammlung und Verteilung von neuen Arbeitsprojekten
- Präsenzvorbereitung zur Tagung 2008
F18: Systemische Kinder- und Jugendpsychiatrie
Dr. Wilhelm Rotthaus
Symposium zum Thema "Kinder psychisch kranker Eltern"
mit 4 Vorträgen.
Prof. Dr. Albert Lenz: Kinder psychisch kranker Eltern - Stand der
Forschung, Forschungsperspektiven und Konsequenzen für die psychosoziale
Praxis;
Dr. med. Paul Erdélyi: Familienorientierte Interventionen bei Kindern
mit psychisch kranken Eltern. Rechtsrahmen, Akteure, Aufgaben.
Dr. Michael Hipp: Mulitdisziplinaere und multiinstitutionelle Kooperation
am Beispiel des Praeventionsprojektes KIPKEL im Kreis
Mettmann
Horst-Volkmar Trepte: Kinder als Angehörige psychisch Kranker -
Info-Karten für die Psychoedukation
F19: Systemische Familienmedizin
Prof. Friedrich Balck und Dr. Askan Hendrischke
Vorträge: Askan Hendrischke; M. von Wachter: Systemische Medizin
im psychosomatischen Konsil- und Liaisondienst · Friedrich
Balck; Gerard Tchitchekian; Hendrik Berth:
Angehörigen-Patienten-Beziehung bei Tumorpatienten in der Palliativphase
F20: Systemische Supervision, Coaching und Organisationsberatung
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Neues aus den Arbeitsfeldern von Supervision und Organisationsberatung
Karin Bongers und Gabriele Schaal
Petra Rechenberg-Winter: Supervision im Arbeitsfeld Hospiz
und Palliative Care
Supervision ist in vielen palliativmedizinischen und Hospiz-Einrichtungen
für deren hauptund ehrenamtlich Tätige verpflichtend oder
zumindest dringend empfohlen. Arbeitsergebnisse einer Projektgruppe,
die von der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. sowie der Deutschen
Gesellschaft für Palliativmedizin unterstützt werden,
bilden die Grundlage für curriculare Empfehlungen zur Erlangung
von Feldkompetenz. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in diesem
Vortrag vorgestellt in ihrer Relevanz für die praktische Supervisionstätigkeit
im Themenfeld.
Margarita Straub: Konzepte des systemischen Veränderungsmanagement
in der Supervision neue Blickwinkel und Gestaltungsmöglichkeiten
Systemisches Changemanagement kann auf der Ebene des Einzelnen,
des Teams oder der Organisation ansetzen als Coaching-Prozess,
als Teamentwicklung oder als komplexe Organisationsberatung. An
verschieden Beispielen wird gezeigt, wie Beratungs- und Supervisionsprozesse
mit Konzepten des systemischen Veränderungsmanagement unterstützt
und gesteuert werden können.
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