Unsere Philosophie

In der praktischen Anwendung der systemischen Beratung und Therapie als auch in der Weiterbildungstätigkeit gehen wir ressourcen- und lösungsorientiert vor. Dies erfolgt auf verschiedenen Systemebenen: der Psyche des Einzelnen, der Paarbeziehung, der Familie und übergeordneter Systeme wie Helfersystem und Organisationen.

In den Weiterbildungen können unsere Teilnehmer*innen die Erfahrungen bewährter Ansätze integrativ nutzen:

  • Strukturelle Familientherapie (S. Minuchin)
  • Erlebnisorientierte Familientherapie (V. Satir)
  • Strategische Familientherapie (J. Haley, C. Madanes)
  • Systemische Familientherapie (M. Selvini Palazzoli, H. Stierlin)
  • Reflecting Team (T. Anderson)
  • Narrative Therapie (M. White)
  • Hypnotherapie (M. H. Erickson, J. Zeig)
  • Lösungsorientierte Kurztherapie (S. De Shazer, Insoo Kim Berg)
  • Systemtheorie/Konstruktivismus (N. Luhmann, H. v. Förster)
  • Körperpsychotherapie (G. Downing, A. Wienands)
  • Focusing (E. Gendlin)
  • Mentalisierungsbasierte Psychotherapie (E. Asen)
  • Systemische Einzeltherapie/Teile-Modell (R. Schwartz)
  • Lebensflussmodell (P. Nemetscheck)
  • Mehrgenerationenperspektive und
  • Strukturaufstellungen (M. Varga von Kibed, I. Sparrer)

Systemische Beratung und Therapie sehen wir:

  • ganzheitlich: Die Förderung alternativer, gesünderer Zustände vollzieht sich auf allen Ebenen menschlichen Verhaltens; d.h. psychisch = rational-kognitiv, körperlich = durch Wahrnehmung der Körperreaktionen, sozial = durch Gestaltung versöhnender Dialoge, Rituale, Spiele.
  • systemisch: Alle Prozesse werden als Prozesse in der Zeit verstanden - somit wird Entwicklung/Veränderung stets als möglich angenommen. Es gilt, die Klient*innen darin zu begleiten, für sich nützliche, hilfreiche Schritte zu finden, um gut in die Zukunft zu kommen.
Sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft und in der Vergangenheit gilt es Systeme wahrzunehmen und mit diesen zu arbeiten (innerpsychische und interpersonelle Systeme).
  • handlungs- und erlebnisorientiert: Der Veränderungsprozess vollzieht sich u.a. durch konkrete und intensive Erlebnisse, Erfahrungen und Handlungen (Skulpturen, Rollenspiele, Übungen).
  • ressourcenorientiert: Es gibt in der individuellen und Familiengeschichte reale Erfahrungen von gemeisterten Krisen, von konstruktiven und gesunden Lebens- und Selbstheilungskräften, an die in der Therapie mit Wertschätzung angeknüpft wird.
  • lösungsorientiert: Gesunde Entwicklung und Zustandsverbesserung werden immer als potentiell möglich angesehen. Richtschnur der Therapie sind die für den Betroffenen subjektiv bedeutsamen Ziele. Zukunftsvisionen und Lösungsbilder werden imaginär aufgebaut und handlungswirksam.
  • strategisch: Die Kräfte der Ambivalenz, die gegenüber einer Veränderung bestehen, werden durch paradoxe Interventionen genutzt. Die "Unterstützung" des hemmenden, destruktiven Systemanteils mobilisiert gesunde Gegenkräfte.
  • narrativ: Klient*innen werden angeregt, ihre eigene Geschichte zu erzählen, umzuschreiben, zu dekonstruieren und neu zu konstruieren.
  • transgenerational: Die Person, das Paar und die Familie werden transgenerational wahrgenommen. Klient*innen werden im transgenerationalen Verständnis unterstützt und in transgenerationaler Arbeit begleitet.
  • gesellschaftsorientiert: Alle Prozesse werden im Kontext der gesellschaftlichen Bedingungen gesehen.

Selbstreport FamThera Institut (PDF)